HEINRICH-SENGELMANN-KRANKENHAUS DER EVANGELISCHEN STIFTUNG ALSTERDORF - BARGFELD-STEGEN, SH

1,0 (1 Rezensionen)
Ärzte

Sozial / Internet


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Wegbeschreibung

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Rezensionen


Karin
1,0 01.10.2022 13:57:40

Als ich in die Klinik kam hatte ich Symptome einer Psychose und war auch leicht manisch. ich wurde daher zuerst auf der geschlossenen Aufgenommen und kam dann relativ schnell auf die Privatstation. Nachdem sich meine Symptome zunächst verbesserten entschied man mich auf die Psychotherapiestation zu verlegen. Ich war voller Euphorie, da ich hoffte nun endlich wirklich psychotherapeutisch an meiner Krankheit arbeiten zu können. Meine Manie verdrängte sich. Ich war nur einen Abend auf dieser Station. Der behandelnde Arzt nahm mich dort ganz normal auf. Die Krankenschwester, die an diesem Abend Dienst hatte war sehr übereifrig. Sie schien mit meiner Freude nicht umgehen zu können und rief den Diensthabenden Arzt. Der lachte nur kurz und brachte mich auf die Geschlossene. Ich konnte das nicht verstehen und dachte es wäre nur für eine Nacht. Dem war leider nicht so. Man ließ mich dort für 2 Wochen dahinvegetieren und das hatte einen extremen Absturz für mich zur Folge!!! Man kam mir auf der Station nicht zur Hilfe, obwohl ich darum bat. Ich wurde dort von einer Borderlinerin terrorisiert. Die geschlossene Station war so aufgebaut, dass die Pfleger und Ärzte die Patienten hinter einer Glasscheibe beobachteten. Ich sank vor dieser Scheibe mit wie beim Beten gefalteten Händen zusammen, um darum zu bitten, dass man mich raus lässt. Stattdessen kamen die Pfleger rausgestürmt, packten mich an Armen und Beinen und fixierten mich. Ich schrie mir aus Angst die Seele aus dem Leib. Man fixierte mich genau so, dass ich das Glas Wasser an meinem Bett nicht erreichen konnte und den Klingelknopf natürlich auch nicht. Mir wurde nicht geholfen. Ich hatte unendlich viel Angst, Durst ... Und bekam keine Hilfe, als ich auf Toilette musste. es war so Menschenunwürdig! Ich musste mich anpinkeln! Ich klingt für mich fast wie Ironie, dass dies ein evangelisches Krankenhaus ist. Von Nächstenliebe habe ich wenig gespürt. Nachdem ich fix und fertig war ( meine Verwandten erkannten mich kaum wieder) kam ich endlich auf die Psychotherapiestation. Der Arzt, der mich dort am ersten Abend befragt hatte, kümmerte sich darum, dass dort ein Einzelzimmer für mich reserviert wurde. Ich bin ihm bis heute dafür dankbar, wie er sich für mich eingesetzt hat. Er ist nicht mehr in diesem Krankenhaus - aus gutem Grund! Er war einer der wenigen Menschen, die dort gearbeitet haben. In meinem Abschlussbericht standen letztenendes die unmöglichsten Dinge. Angeblich wäre ich ein Borderlinerin. das wurde später nie bestätigt. Alle späteren Ärzte waren entsetzt über den miesen Arztbrief, der völlig lieblos geschrieben war.
Ich wurde dort traumatisiert! Es war die schlimmste Zeit meines Lebens! Ich wünsche niemandem, dass er das gleiche erleben muss, wie ich es erlebt habe!
Gut war, dass man viele Therapien machen konnte, wie Gartentherapie und Tanztherapie, aber das wird meine schlimmen Erlebnisse dort niemals aufwiegen können!
Ich hoffe, dass meine Bewertung hier unzensiert abgedruckt wird, denn es ist für spätere Patienten und auch für die Aufarbeitung meines persönlichen Traumas von Bedeutung!

Karin

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